winter is savage, but so are we: komm nach hause ↘

irgendwann, im lauf des lebens, verliert man sich. vielleicht ist man zu schnell gelaufen, oder es waren hindernisse zu überwinden, die einfach zu hoch waren. hat man es dennoch geschafft, freut man sich nicht darüber und geht einfach weiter, sondern man blickt wie gelähmt und todmüde das hindernis an, das ja schon eigentlich hinter einem liegt, oder man blickt die strasse hinunter, über die man gerade eben erst gekommen ist. man setzt sich nieder und blickt stumm vor sich hin, und ganz plötzlich beginnt es. das licht beginnt sich zurückzuziehen. es wird weniger. es wird dunkler in dir. und ein seufzer enststeht in deiner brust, den du nicht kanntest. solche seufzer können jahrelang in deiner brust existieren und es kann gut sein, dass sie immer grösser und schwerer werden. dann sollte man gut auf sich aufpassen, denn dann ist man in gefahr.

ich bin gerade an diesem punkt angekommen: ich sitze auf einer endlosen strasse und habe keine ahnung, warum ich sie entlanggelaufen bin, und noch dazu in diesem höllentempo. ich bin anscheinend vor etwas davongelaufen, doch so sehr ich mich auch anstrenge, ich sehe den verfolger nicht. ich sehe überhaupt nicht mehr viel. vor allem keine zukunft. ich sehe nur ein kleines schimmern von gold, wie eine winzige kerze, in der dunkelheit. dieses schimmern stammt aus meiner vergangenheit und ich glaube, es war einmal sehr stark. ein leuchten, als ich kind war. jetzt ist kaum mehr etwas davon übrig. aber es reicht aus, dass ich diesen seufzer, der sich in meiner brust gebildet hat, immer wieder zurückdrängen kann. dieses schimmern reicht aus, so wenig es auch ist.
und ich sehe noch etwas. so, als würde ich durch ein umgekehrtes fernrohr schauen, alles ist so klein und so extrem weit weg. ich kann sehen, wie ich damals die welt wahrgenommen habe. und ich fühle, dass ich sie einmal sehr geliebt habe. ich fühle plötzlich heimweh. ich würde gern dorthin zurückgehen, aber ob es möglich ist, weiss ich nicht. es sind viele jahre vergangen.

aber vielleicht sollten wir  dorthingehen, wo dieses goldene schimmern schon auf uns wartet. es ist wie eine kerze, die man einmal auf das fensterbrett gestellt hat, damit sie uns den weg nach hause weist. wenn auch sonst nichts mehr da ist. die kerze wird leuchten. sie sagt: komm nach hause.

Isabella’s Fairy Dust (Storefront) (by skatoolaki)

Isabella’s Fairy Dust (Storefront) (by skatoolaki)

126-kodacolor-3 (by PabloBD)

126-kodacolor-3 (by PabloBD)

Wir haben schon einiges gemeinsam erlebt und quasi auch überlebt und ich möchte hier nur eins feststellen: Du bist die Person, die ich immer gesucht habe, damals im Kindergarten, später dann in der Schule, an der Uni, und ich hab Dich wirklich gefunden…und das muß hier und jetzt auch verewigt werden. Das hier ist eine Art Fanpage für Dich und ich werde auch versuchen, ein Online-Friendshipbook (ein Effbee) zu basteln - etwas, das wir immer ziemlich mochten - so viel Glitter, so viel Dunkles, Poetisches, und so geniale Bilder, Fantasy und Friedhof, auch mal was Kindisches dazwischen, worüber wir immer grinsen mußten, obwohl’s eh ziemlich ok war. Blut kann ich leider nicht rauftun, auf meine Zeilen - Du weißt noch? - Blut und roter Glitter, sodaß sich beides vermischte und das Blut aussah wie Elfenblut.:-) Wenn Elfen bluten, muß es wohl glitzerndes oder mindestens schimmerndes Blut sein, was, Kay? - Hoffentlich blutest Du nicht zu oft und verschwendest Dein Elfenblut nicht an Wesen, die es nicht wert sind. Ich würde gern in einem Haus neben Dir wohnen - Du weißt schon - wir als Nachbarn, vielleicht sogar am Meer oder irgendwo, wo es so schön grün ist, daß alle Traurigkeit verschwindet und jeder negative Gedanke sich einfach auflöst oder nicht gedacht wird. Wir sind schon Nachbarn in gewisser Art und Weise, zumindest gedanklich, und das ist schon sehr viel, aber dennoch…irgendwann…wer weiß, was noch passiert, in diesen seltsamen Tagen….Gerade jetzt bist Du noch weiter weg als sonst, Du bist in Neuseeland und ich denke, Du hast eine gute Zeit dort in Mittelerde, wo Dich alles an den Herrn der Ringe erinnert, mitten drin in dieser Landschaft, die so aussieht, als hätte Gott einen echt guten Tag gehabt, als er sie entworfen hat. manchmal denke ich, ich springe einfach in ein Flugzeug und komm’ Dich besuchen, obwohl ich diese langen Flüge sicherlich mehr als hasse, aber das wäre es mir schon wert - vor allem, Dein Gesicht zu sehen, wenn ich plötzlich vor Dir stehe….
Bin gerade vom Büro gekommen und fand ein Päckchen von Amazon im Postkasten, obwohl ich ja nichts bestellt hatte und ehrlich, ich war ziemlich baff, dachte noch kurz an eine Nachlieferung (irgendein stranges Vampirbuch vielleicht, das ich mir mal bestellt hatte und das ich einfach vergessen hatte, verplant wie ich manchmal bin *g*), doch es war von Dir, und ich hab’ weder Geburtstag, noch ist es Weihnachten oder sonstwas in der Art… The Book of Dead Days - es sieht so unglaublich schön aus mit dem  tollen Cover, auf dem ein Mann über einen Friedhof geht und sich gegen den Wind stemmt, es sieht nach Herbst aus, nach goth und mehr noch, nach Poesie…Und als ich dieses Buch in den Händen hielt, dachte ich, ich müßte gleich losrennen und Dir um den Hals fallen, Dich mal wieder so richtig knuddelns wie schon so lange nicht mehr..und da Du nicht da bist, werde ich einfach diese Seite für Dich machen.

winter is savage, but so are we: nachtrag: nur darf ich eins nicht vergessen: das eis, das ich manchmal... ↘

nachtrag: nur darf ich eins nicht vergessen: das eis, das ich manchmal so hasse ..die eiswüste .. ist anscheinend ein teil meiner seele. der teil, der mich konserviert. der jeden tag dafür sorgt, dass ich nicht verfaule. ich bin ein geschöpf wie aus einem horrorfilm :) ich hab 2 gesichter. 2 persönlichkeiten. und die muss ich jetzt zusammenfügen und gemeinsam leben lassen. sonst ist immer ein teil von mir traurig. ich frage mich, ob es auch anderen so geht oder ob ich wieder mal ganz allein bin.

winter is savage, but so are we: langsam geht dieser unglaubliche schmerz weg. der ewige druck im kopf,... ↘

langsam geht dieser unglaubliche schmerz weg. der ewige druck im kopf, das nicht weinen können. die unfähigkeit zu fühlen, das unvermögen, farben zu ertragen. nur noch kalte glatte oberflächen. die kühl und neu sind. nur nicht den mit blut vollgesogenen boden wieder spüren, das ängstliche zittern der erde. ich glaube, es wird zeit, die eiswüste zu verlassen. heute noch.

ich hab nicht zum ersten mal angst um die welt. und ich spüre ihr zittern noch. wie ein zärtliches grosses, sanftes tier, das man nicht in die arme nehmen und trösten kann. wenn es vor schmerzen schreit, verliere ich fast den verstand. es ist so, als würde wer deine mutter umbringen wollen.  ich wollte einfach nur weg. ich denke, ich wollte mein herz abtöten, weil es mir so viel leid bringt. aber das ist feige. und feige will ich nicht mehr sein. es wird in zukunft wärme geben, und licht. und geschichten aus alter und neuer zeit. mein herz wird nicht abgetötet und das leben geht wieder weiter. es ist wie ein langer dunkler warmer fluss, das leben. ich liebe es über alles —

azurea:

Loner Days (by Ben Kehoe)

azurea:

Loner Days (by Ben Kehoe)

I keep wondering, how many people do you need to be, before you can become yourself.

— Iain S. Thomas, I Wrote This for You (via dulcetdecember)

(Source: larmoyante)

lilacat:

gerade ist das licht am himmel gefroren wie milcheis, ein reines weisses strahlen aus der wolkendecke, die aufbricht

gegen abend wird das weisse gleissen von frostigem rosa überhaucht, und dann kommt die dunkelheit

viel zu schnell

der schnee deckt alles zu

mediumaevum:

The Musée National du Moyen Age is housed in the Hôtel de Cluny, one of only two remaining medieval homes in Paris (the other is the Hôtel de Sens in the Marais). The building was founded by the rich and powerful 15th-century abbot of Cluny Abbey, Jacques d’Amboise, who constructed his mansion over the ruins of a Roman bath.

Visited and photographed by Small Concerns

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